Hans Freudenberg

Namensgeber der Schule - Dr. Hans-Freudenberg 29.03.1888 - 02.10.1966

Hans Freudenberg wurde 1888 als viertes Kind seiner Eltern Hermann Ernst und Helene Freudenberg und als Enkel des Firmengründers Carl Johann Freudenberg in Weinheim geboren.
Nach dem Schulabschluss studierte er Elektrotechnik an den Technischen Hochschulen in München und Karlsruhe und arbeitete danach als wissenschaftlicher Assistent an der TH Karlsruhe der er sein ganzes Leben fördernd verbunden blieb und die ihm 1948 in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste die Ehrendoktorwürde(Dr. Ing. eh) verlieh. 

 

1913 trat er als Ingenieur in die Lederfabrik seines Großvaters ein und befasste sich mit technischen Entwicklungen des Unternehmens. Nach seiner Planung entstand

1934 das Zentrallabor, das sich anfangs mit der Aufbereitung der Hautabfälle für die bei der Firma Naturin befindliche Produktion von Naturdärmen befasste. Daneben betrieb er eigene Entwicklungen im Werkstoffbereich. Die heutige "Freudenberg Forschungsdienste KG" ist daraus hervorgegangen. 
Sein wichtigstes Anliegen war die Ausbildung des Nachwuchses.

1938 richtete er die Lehrwerkstatt in Weinheim ein um der Jugend eine bessere Ausbildung zu ermöglichen.

1950 erfolgte die Einrichtung einer Übergangsschule für Lehrlinge und Jungarbeiter um den neueingestellten Jungen vor Beginn der eigentlichen Berufsausbildung oder Arbeit einige Wochen jugendgerechten aber fachmännischen Unterricht als Übergang von der Schule in den Beruf zu bieten. Dies war in der Zeit kurz nach Ende des 2. Weltkriegs mit seinen wirtschaftlichen und sozialen Problemen von besonderer Bedeutung.

1963 folgte die Einführung dieser Bildungsmöglichkeit auch für weibliche Lehrlinge und Jungarbeiterinnen.

1954 rief Hans Freudenberg die Begabtenförderung ins Leben, durch die 4 ausgewählten Lehrlingen die Möglichkeit geboten wurde, das Abitur abzulegen. 

1958 gründete er aus Anlass seines 70. Geburtstags und in Erinnerung an seine gefallenen Söhne die "Heiner und Walter Freudenberg-Stiftung", die die Begabtenförderung übernahm und über 100 jungen begabten Lehrlingen die Möglichkeit zum Abitur und Studium bot. 

1957 stiftete Hans Freudenberg eine Förderpreis für die besten Leistungen bei den Gesellen- oder Facharbeiterprüfungen. Anlass war der 100. Geburtstag des Kupferschmiedemeisters Georg Böhler, der über viele Jahre Lehrlinge ausgebildet hatte. Dieser "Georg-Böhler-Preis" wurde bis 1970 ausgelobt. 

1957 gründete er den "Ettlinger Kreis", eine Vereinigung von Industriellen und Pädagogen, die sich um die Ausbildung der Jugend in Schule, Handwerk und Industrie bemühte. Die wichtigsten Themen dieses Kreises waren damals: 

  • Einführung eines 9. Pflichtschuljahres
  • Einführung des 10.Schuljahres in der Mittelschule
  • Angebot einer Fremdsprache ab dem 5. Schuljahr
  • Einbeziehung handwerklicher Tätigkeiten in den Unterricht
  • Durchlässigkeit der Schularten untereinander.


1958 zog sich Hans Freudenberg aus der Unternehmensleitung zurück. Auch danach blieb ihm die Förderung der Lehrlinge und die Betreuung ehemaliger Mitarbeiter bis zu seinem Tode 1966 ein Herzensanliegen.

Gerhard Staniczek.

Kontakt

  • Hans-Freudenberg-Schule
  • Gewerbliche Schule Weinheim
  • Tel: 06201/2560 100
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